K I P
Arbeitsgemeinschaft für Katathymes Bilderleben
und imaginative Verfahren in der Psychotherapie (AGKB) e.V.
Home
Was ist KIP?
AGKB - Wer sind wir?
Fortbildungsseminare
Supervisionsgruppen
Selbsterfahrungsgruppen
Qualitätszirkel
Curricula
KIP in Institutionen
Dozenten / Therapeuten
Forschungsergebnisse
Literatur
Kontakt
Impressum
Links
Login (Mitglieder)
Login (Dozenten)

Curriculum für Katathym Imaginative Krisenintervention (KIK)

Das Curriculum für Katathym Imaginative Krisenintervention(KIK) wird für ärztliche und psychologische Psychotherapeuten als Zusatzqualifikation angeboten.

Methodisch basiert die KIK auf der Theorie und Technik der Katathym Imaginativen Psychotherapie (KIP), indem sie tiefenpsychologisch fundierte, systemische und verhaltenstherapeutische Verständnis- und Vorgehensweisen in ein umfassenderes Konzept der Krisenintervention integriert. Von tragender Bedeutung sind dabei drei Faktoren, die auch in der KIP einen besonderen Stellenwert beanspruchen: der Aufbau einer „hilfreichen Beziehung“ (Luborsky), die Arbeit an und mit tiefenpsychologischer Symbolik und die therapeutische Nutzung der Imagination in einer affektgetragenen („katathymen“) Ausprägung.

Das Curriculum ist auf 52 Unterrichtseinheiten (Stunden) ausgelegt, die sich wie folgt untergliedern:

16 Unterrichtseinheiten Theorie incl. Theorie der Behandlungstechnik
16 Unterrichtseinheiten Praxis der Behandlungstechnik
10 Unterrichtseinheiten Selbsterfahrung incl. Rollenspiel zu Problemsituationen
10 Unterrichtseinheiten Bearbeitung eigener Fälle mit Supervision

Die Gesamtzahl an Unterrichtseinheiten teilt sich in drei Zeit-Blöcke auf, die mit einem ersten Block in Form eines zweieinhalbtägigen Intensivseminars von 20 Unterrichtseinheiten (10 Doppelstunden) beginnen, das an einem der Zentralen Weiterbildungsseminare der AGKB stattfinden kann. Die beiden folgenden Unterrichtsblöcke von je 16 Unterrichtseinheiten verteilen sich auf zwei weitere Wochenenden.

Vermittelte Weiterbildungsinhalte:

• Begriff und Geschichte der Krisenintervention
Definitionen nach Petzold, Aguilera, Schnyder und Sauvant etc.
Caplan
Lindemann

• Modelle und Konzepte für den Umgang mit Krisen
Phasen- und aufgabenbezogene Konzepte, Problemlösungsansatz
Zwei-Faktoren-Konzept der Bewältigung
Kritische Lebensereignisse
Ressourcen-Konzept
Stress-Coping-Modell
Kognitives Konzept
Schematheoretisches Konzept

• Neurobiologische Grundlagen
Stress-Erleben und Konnotation als „krisenhaftes Ereignis“
Aktivierung von Ressourcen
Therapeutische Verankerung von Bewältigungsmustern

• Therapeutische Methoden
Psychiatrische Notfallbehandlung mit der Option von Medikamenten
Sozialpsychiatrische Intervention, systemische Aspekte
Psychodynamische Ansätze
Kognitiv-verhaltenstherapeutische Ansätze
Integrativer Ansatz der KiP

• Krisenintervention im Kontext anderer Ansätze
Ko-Problematik von psychiatrischer Morbidität und Krise
Unterschiede zwischen Psychotherapie und Krisenintervention
Überleitung einer Krisenintervention in eine Psychotherapie
Selbsthilfepotential und Rückfallprophylaxe

• Systematik der Krisenkonstellationen
Entwicklungskonkordante Krisen (von Pubertät bis Pensionierung)
Schicksalshafte und traumatische Krisen (Verlusterlebnissen und verschiedene Varianten von Gewalteinwirkung)

• Krisensituationen mit besonderen behandlungstechnischen Problemen
Krisen in sozialen Systemen (Paar, Familie, Gruppe, Institution)
Burn-out-Syndrom
Suizidalität
Akute Traumatisierung, Posttraumatische Belastungsreaktion
Verarbeitung einer akuten oder chronischen Erkrankung
Sterbebegleitung

• Erarbeiten von Interventionsstrategien an Beispielen und im Rollenspiel

• Selbsterfahrung mit praktischen Übungen im Drei-Personen-Setting

• Kasuistisch-technische Ausbildung an konkreten Kriseninterventions-Fällen

In den drei Unterrichtsblöcken bauen die Weiterbildungsinhalte systematisch aufeinander auf, jeweils vorbereitet und veranschaulicht durch Elemente der Selbsterfahrung.